Vorbereitung
Die inhaltliche Vorbereitung der Delegation der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel auf die NMUN 2011 soll unter anderem durch vier Vorbereitungswochenenden gewährleistet werden, die von den Teilnehmern selbst organisiert und gestaltet werden. Ziel der Wochenendseminare ist es, dass alle Delegierten aus den verschiedensten Fachbereichen die für die Teilnahme unbedingt notwendigen Kenntnisse zu den Vereinten Nationen und ihrer Bedeutung erlangen. Weiter ist es grundlegend sich Kenntnisse über die Republik Serbien anzueignen [Hier Link auf Serbienwochenende und Referatstexte] und sich in die Rolle Serbiens in den einzelnen Komitees einzuarbeiten. Ebenfalls wird den Delegates eine Einführung in die Rules of Procedure des Planspiels gegeben. Vertieft wird diese Vorbereitung durch verschiedene Gastvorträge: von dem Vorsitzenden des ISC Kiel e.V. Christian Patz über "die Vereinten Nationen", von dem angehenden Völkerrechtler Olliver Daum über "Serbien und international Law" und von Herrn Professor Dr. Steindorff über "Serbiens außenpolitischen Interessen".
Des Weiteren hat die Delegation eine Ringvorlesung mit dem Titel "Keine Gemeinschaft unabhängiger Staaten: Das erste Jahr des jugoslawischen Nachfolgekriege" angehört.
Auch in diesem Jahr kann die Delegation sich über die Unterstützung der Europäischen Akademie Berlin (EAB) freuen, die ein mehrtägiges Seminar mit Besuch der serbischen Botschaft und des Auswärtigen Amtes in Kooperation mit einer weiteren Delegation plant.
Im Rahmen unseres Aufenthalts in New York beabsichtigen wir dann, die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen zu besuchen. Die Mitglieder der Kieler Delegation erhoffen sich von dieser Vorbereitung, eine solide Basis für die Teilnahme am Planspiel zu schaffen, um tatkräftig am Projekt NMUN 2011 mitwirken zu können.
1.Vorbereitungsseminar (11.12.2010 und 12.12.2010): Die Vereinten Nationen
Zur Vorbereitung auf Teilnahme an der Konferenz Ende April trafen wir uns zum ersten Mal Anfang Dezember, um unsere Vorbereitung zu beginnen. Unser erstes gemeinsames Wochenende sollte im Zeichen der Vereinten Nationen stehen und ein erstes Kennenlernen der Gruppe ermöglichen.
Um die bestmögliche Vorbereitung zu gewährleisten einigten wir uns darauf, an den Vorbereitungswochenenden den Dress-Code zu wahren und unsere Vorträge und Diskussionen auf Englisch zu halten, wie es auch auf der Konferenz erforderlich ist.
Im weiteren Programm erfolgte ein Vortrag von Christian Patz, zweimaliger Teilnehmer bei der NMUN und derzeitiger Vorsitzender des ISC-Kiel. Wir erhielten generelle Informationen über die UN, insbesondere über die Gründungsphase und die UN Charta, aber auch über zukünftige Ziele und Probleme.
Den weiteren Ablauf gestalteten die Teilnehmer durch Referate mit anschließenden Diskussionen selbst. Wir begannen mit einem Vortrag über den Klimawandel und die Umweltpolitik. Vor allem interessierten uns hier die Aspekte des Klimawandels, da wir mit einem Geowissenschaften-Studenten einen versierten Redner hatten. Wir erhielten aber auch Informationen über verschiedene Bewertungsmöglichkeiten des Klimawandels und im speziellen über die Arbeit der UN mit ihrer letzten Konferenz in Cancun.
Die Globalen Herausforderungen der UN im 21.Jahrhundert sollte der nächste Vortrag werden. Insbesondere wurde auf die stark anwachsende Weltbevölkerung aufmerksam gemacht mit ihren Konsequenzen wie der Nahrungsmittelproblematik und Armut. Zudem wurden wir über die Problematik mit dem internationalen Waffenhandel und der nuklearen Abrüstung konfrontiert.
Der nächste Schwerpunkt galt der UN Charta und den Menschenrechten. Hierbei wurde vor allem auf die gestaltende Maßnahme der Charta auf die UN mit ihren Ausschüssen und Gremien eingegangen, aber auch der besondere Kontext der Gründung während des 2.Weltkriegs wurde behandelt. Die Umsetzung der Menschenrechte war der 2te Teil des Vortrags. Da ein Vorhaben scheiterte, die Menschenrechte in die Charta aufzunehmen, wurden unter anderem die Geschichte der Menschenrechtsdeklaration und ihre Einbindung in die UN erläutert.
Der vierte Schwerpunkt lag auf der Finanzierung der UN. Wir erfuhren, dass sich die UN hauptsächlich aus den Beiträgen ihrer Mitgliedstaaten finanziert diese aber nur bedingt zahlungsfreudig sind. Hier erkannten wir auch ein Hauptproblem der UN in den fehlenden Geldmitteln und wir diskutierten über Zahlungsverpflichtungen und Sanktionen.
Das nächste Referat galt den derzeitigen Problemen der UN. In diesem Zusammenhang ging es um die partielle Ineffektivität der UN, der Macht des Sicherheitsrates aber auch um Abstimmungen, in denen jedes Land nur eine Stimme hat, ganz gleich, welche Landmasse oder Einwohnerzahl es repräsentiert. Wir diskutierten auch über einen möglichen Zusammenbruch der UN, insbesondere weil die Abhängigkeit von den wenigen Beitragszahlern existenziell ist.
Das letzte Thema behandelte die sogenannten „Millennium Development Goals“. Diese thematisieren im Allgemeinen de Verminderung von Armut und setzen den Ländern bestimmte Ziele, die bis 2015 umgesetzt werden sollen. Einige dieser Ziele sind zum Beispiel die Reduktion der Kindersterblichkeitsrate, die geschlechtliche Gleichberechtigung einzuführen oder HIV, Malaria und andere Krankheiten zu bekämpfen.
Abschließend machten wir Fotos für die Homepage und befassten uns noch mit organisatorischen Dingen.