Sonntag, 30. September 2016 Tags: 0 Kommentare

Studiengebühren und ihre Verwaltung

Hamburg hat es gerade abgeschafft, Niedersachsen hat es nach wie vor und Bayern sowieso: die Studiengebühren für das Erststudium.

Zwischen 400 und 500 Euro müssen in Bayern pro Semester an die Staatskasse überwiesen werden, damit der Student ordentlich immatrikuliert ist und lernen darf. Ob das fair, sozial gerecht und notwendig ist, sei mal dahin gestellt. Heute geht es vor allem um die Frage, wie diese Studiengebühren verwaltet und verwendet werden.

Die ca. 500 Euro, die jedes Semester von fast jedem Studenten abgezwackt werden, dienen offiziell zur Verbesserung der Studienbedingungen. Professoren erklärten uns einmal in gemütlicher Runde, dass mit diesem Posten Einkäufe (neue Maschinen und Geräte, welche für die praktische Ausbildung durchaus sinnvoll und notwendig sind) damit wesentlich einfacher und schneller getätigt werden können. Also an sich ein Plus - wir profitieren davon.
Unsere Bildungseinrichtung handhabt das so, andere wiederum horten das Geld lieber, für schlechte Zeiten oder so. Immerhin häuften sich dieses Jahr die Berichte über Hochschulen und Universitäten, die angeblich gar nicht wüssten, wohin mit den vielen Studiengebühren, daher seien sie überflüssig und gehören abgeschafft.


Lieber zu viel als zu wenig...


Es geht doch eigentlich immer nur
um das Eine: Geld
Da dies in zwei der 16 Bundesländern jedoch noch nicht der Fall ist, müssen die Gelder eingetrieben werden. Bei uns gibt es hierfür zwei Verfahren: man überweist es bis zu einem bestimmten Stichtag oder erteilt eine Einzugsermächtigung. Beides ist eine schlechte Option und am Ende ist man irgendwie immer der Dumme. Zumindest ging es einigen von uns dieses Semester so: das 22 wöchige Praktikum stand an, ein Bestandteil des Studiums und regulär zu absolvieren im 5. Semester. Also das Vierte im Sommer abgeschlossen, Praktikumsvertrag in der Hochschule eingereicht, und unterschrieben zurückbekommen.
Dann ist man eigentlich von den Studiengebühren für das 5. Semester befreit. Eigentlich. Denn die Verwaltung scheint damit zum Teil ein wenig überfordert:

Option a)
Die Überweisung. Studentenwerksbeitrag (zweistelliger Betrag) überwiesen, der Rest ist nicht notwendig. Fazit: Exmatrikulation. So ergangen meinem Kommilitonen, der wirklich frühzeitig alle Formalien erledigte. Ein Anruf brachte nur wenig Klarheit: nein, es sei kein Praktikumsvertrag hier und da nicht die volle Summe überwiesen wurde, gab es per Post die Exmatrikulation. Später stellte sich heraus: Fehler auf Seiten der Verwaltung, alles ordentlich und richtig bezahlt, passt schon.

Option b)
Der Lastschrifteinzug. Ermächtigung wurde musste gegeben werden, als noch kein Vertrag vorlag. Macht nix, wenn ich den unterschrieben Vertrag im August zurückbekommen, werden die das bis Ende September schon anders eingetragen haben. Nicht. Der Blick aufs Konto verrät: ein gemütlicher dreistelliger Betrag weniger drauf. Es wurden die vollen Studiengebühren abgebucht. Trotz des bei der Verwaltung vorliegenden Vertrags. Ein Anruf brachte Klarheit: nein, man sei nicht als Praktikant geführt, aber man kann ja mal im Ordner nachsehen, ob nicht doch ein Vertrag abgegeben wurde. Oh, tatsächlich... ja, wird geändert.
Rückerstattung des Geldes? Jaaa... so in ca. 3 Wochen. 
DREI Wochen! Egal, als Student hat mans ja. Da ist man auf die paar Euro nicht angewiesen.


Unbürokratisch? Nö.


Jetzt mal ernsthaft: warum wird in der Verwaltung nur stur nach Plan gearbeitet, statt mal das Hirn einzuschalten: mh, der ist jetzt eigentlich im Praxissemester, hat auch nur den Betrag dafür überwiesen - dann exmatrikulieren wir ihn mal (siehe Option a). 
Oder: mh, dem wurden mehrere hundert Euro zu viel abgebucht, das müssen wir rückgängig machen. Dauert halt paar Wochen.

Ein bisschen mehr Augenmaß würde ich mir hier wünschen. Danke.

Montag, 17. September 2016 Tags: , , 0 Kommentare

Arbeit als Personalmanager


Bereits während des Studiums sollten sich Studenten darüber im Klaren werden, welche berufliche Laufbahn sie nach dem Abschluss einschlagen werden. Die Angebotspalette für mögliche Berufe ist lang und die Auswahl fällt den meisten schwer. Sehr gefragt ist unter anderem auch ein Job im Personalmanagement. Dabei ist nicht jeder für eine solche Anstellung geeignet und es werden bestimmte Anforderungen an die Bewerber gestellt.

Welche Voraussetzungen Bewerber mitbringen müssen


Wer sich für einen Job im Personalwesen interessiert, kommt ohne ein abgeschlossenes Studium meist nicht sehr weit. Da gerade dieser Berufszweig sehr akademisiert ist, werden kaum Bewerber ohne entsprechende Vorkenntnisse eingestellt. Meist ist auch der direkte Einstieg in eine gehobene Position nicht ohne die entsprechende Berufserfahrung möglich. Dies bedeutet, dass die Bewerber sich als Sachbearbeiter oder als Trainee bis zur gewünschten Position hocharbeiten und sich so die notwendigen Kenntnisse auch praktisch aneignen. Auch Praktika während des Studiums können bereits ein Schlüssel für den Einstieg sein, besonders als Quereinsteiger.

Doch die Hardskills sind nicht alles, was einen Einstieg in eine solche Position erfordern. Ebenso sind Softskills wie Durchsetzungsvermögen, Kommunikations- und Kritikfähigkeit, Menschenkenntnis aber auch Überzeugungskraft notwendig. Die richtige Mischung macht es auch in diesem Fall aus. Denn vor allem der Wechsel zwischen Angestelltem und Vorgesetzten erfordert es immer, sich auf die neue Situation einstellen zu können. Dies gilt auch für Bewerbungsgespräche, denn keines verläuft nach Schema F. Daher ist auch eine gute Anpassungsfähigkeit von den Bewerbern gefragt.

Chancen als Quereinsteiger


Das stark akademisierte Gebiet des Personalmanagements bietet auch für Nicht-BWL-Absolventen die Möglichkeit zum Einstieg. Gerade auch andere Studienrichtungen finden sich hier wieder. In diesem Fall ist es allerdings so, dass vor dem Abschluss möglichst viele Zusatzqualifikationen erworben werden sollten, vor allem im kaufmännischen Bereich. Auch Praktika eignen sich für Quereinsteiger als Einstiegsmöglichkeit. Gerade, da der Personalmarkt verstärkt für private Arbeitsvermittler freigemacht wurde, ergeben sich hier immer wieder Chancen.

Die Aufgaben als Personalmanager


Zu den täglichen Aufgaben als Personalmanager zählt nicht nur die Personalauswahl selbst. Hier kommt das Stichwort Bewerbermanagement zum Tragen, denn das Aufgabengebiet ist hier sehr umfangreich. So müssen die entsprechenden Strategien zur Personalgewinnung durchdacht und umgesetzt werden. Auch die Kandidatensichtung sowie die Aufnahme in einen Bewerberpool fallen hierunter. Die Gehaltsfragen sowie die Entwicklung des eigenen Personalstammes will ebenfalls sorgfältig geplant werden. Um auch immer auf dem aktuellsten Stand in Sachen Rechte und Vorschriften zu sein, ist zudem eine stetige Weiterbildung unumgänglich.

Bei privaten Arbeitsvermittlern kommt meist noch die Koordination der Mitarbeiter hinzu. Diese müssen an die unterschiedlichen Einsatzorte delegiert werden und dies oftmals über mehrere Monate hinweg. Zudem gehört in diesem Bereich auch die Akquise, da die Kundenneugewinnung für einen funktionierenden Betrieb unerlässlich ist.

Ohne Studium ist der Einstieg ins Personalwesen heutzutage kaum mehr möglich. Neben einem guten Abschluss zählen jedoch vor allem auch andere Skills, um in einer solchen Position auch entsprechend zu wirken. Dabei gibt es gerade durch private Arbeitsvermittler auch Chancen für Quereinsteiger. Wichtig ist, dass der Wille zur stetigen Weiterbildung auch nach dem Studienabschluss vorhanden ist, um den hohen Anforderungen auch gerecht werden zu können.