Dienstag, 14. Februar 2016 Tags: 0 Kommentare

Burnout bei Studenten - keine Seltenheit mehr

Depressionen und der berühmte "Burnout" gehören längst zu den anerkannten Volkskrankheiten der Deutschen. Immer mehr Menschen müssen sich eingestehen, dass sie sich bei den Aufgaben des Alltags klar überfordert fühlen und brechen zusammen.
Was früher vor allem in Managerkreisen fast schon als "normal" galt, hat in der heutigen Zeit auf die Studenten übergreifen können. Ein vollgepackter Stundenplan, Praktika, Prüfungen und wenig Freizeit sorgen immer mehr dafür, dass Geist und Körper irgendwann streiken und den Belastungen nicht mehr standhalten können.

Was kann man tun?

Ein Student oder eine Studentin der/ die bemerkt, dass er sich nicht wohl in seiner Haut und mit den ihm/ ihr gestellten Aufgaben überfordert fühlt, sollte nicht so lange warten, bis der Körper Erschöpfungserscheinungen zeigt. In vielen Fällen hilft es, sich die zur Verfügung stehende Zeit anders einzuteilen und das Lernpensum im Rahmen von Gruppenarbeiten zu bewältigen. Dies hat unter anderem den klaren Vorteil, dass soziale Kontakte auch während der Prüfungsphase nicht verloren geht und der gegenseitige Austausch gefördert wird.

Sollte eine Änderung des eigenen Zeitmanagements nicht helfen, die psychische Lage zu verbessern, ist es keine Schande, sich nach einer psychologischen Therapie zu erkundigen. Hier kann ein Fachmann klar differenzieren, ob es sich bei den Beschwerden um eine leichte Erschöpfung oder die Vorboten zu einem Burnout oder einer Depression handelt. Da die Grenzen hier oft fließend sind, ist eine fachmännische Einschätzung oft sehr hilfreich.

Die Behandlung

In der heutigen Zeit befindet sich fast jeder 5. Student in psychologischer Behandlung. Psychologen wissen um die hohen Anforderungen an den Universitäten und kommen den betroffenen Studenten mit einem hohen Maß an Verständnis entgegen. Der erste Schritt muss jedoch seitens der Patienten getan werden, was bedeutet, dass die Suche nach einem behandelnden Arzt niemandem abgenommen werden kann. Vor allem in Großstädten existieren meist sehr lange Wartezeiten vor einem ersten Beratungstermin. Eine Terminvorlaufzeit von einem halben Jahr ist hier durchaus keine Seltenheit.
Der Student bekommt nach seinem ersten Vorsprechen beim Arzt fünf Termine, nach denen er entscheiden muss, ob er sich für oder gegen die Therapie ausspricht. Danach kann der Psychologe einen Antrag bei der zuständigen Krankenkasse stellen, in dem um die Kostenübernahme für 25 Einheiten (Stunden/ Termine) gebeten wird. Diese Kostenübernahme wird in der Regel bewilligt und liegt nach ca. einer Woche vor.

Letzten Endes muss jeder Student selbst entscheiden, wie er mit dem stressigen Alltag und den hohen Anforderungen umgehen möchte. Manchen fällt dies leichter, manchen schwerer. Es ist jedoch beruhigend zu wissen, dass Hilfe zur Verfügung steht, falls diese verlangt wird.

Freitag, 10. Februar 2016 Tags: , 0 Kommentare

Nach der letzten Prüfung die blöden Hausarbeit...

Die letzten Prüfungen sind geschrieben, die ersten Beteiligungsnachweise gesammelt und die vorlesungsfreie Zeit mit der ein oder anderen Party ist eingeläutet. Doch was folgt nun?
Während sich die Studentinnen und Studenten der höheren Semester die Freizeit gern mit im Vorfeld akribisch geplanten Praktikum "versüßen" und damit nachhaltig ihren Lebenslauf aufpeppen, bleiben die Erstsemester in der Regel von Tätigkeiten dieser Art noch weitestgehend verschont.

Stattdessen genießen viele ihre Freizeit mit einem guten Buch oder dem letzten gemeinsamen Urlaub mit Eltern, Geschwistern und Co. bevor es wieder mit dem Ernst des Lebens weiter geht.

Ein kleiner Bruchteil der Erstsemester entscheidet sich jedoch immer wieder dafür, schon in der ersten vorlesungsfreien Zeit der Uni- Karriere eine Hausarbeit zu einem absolvierten Seminar zu verfassen und damit den Grundstein für viele weitere schriftliche Leistungsnachweise zu legen.
Gerade diejenigen, die sich noch nie mit dem Verfassen einer Hausarbeit beschäftigt haben, werden schnell feststellen, dass das unkoordinierte Brainstorming nicht mit dem geordneten Aufschreiben der (noch) wirren Gedanken zu vergleichen ist.

Vorsicht vor den Hausarbeiten - Sie sind böse!
Eine Hausarbeit ist definitiv kein Unternehmen, welches an einem Abend verwirklicht werden kann und soll. Viele Studenten haben sich schon an einem derartigen Projekt sprichwörtlich die Zähne ausgebissen und die ein oder andere Gliederung oder das jeweilige Thema schnell verworfen, wenn sich heraus gestellt hat, dass schlichtweg nicht genügend Material zur Bearbeitung vorliegt.

Einen für alle Hausarbeiten geltenden Schlachtplan, bei dem es schlicht und einfach darum geht, diesen zu verfolgen, gibt es leider nicht. Auch wenn die Anforderungen und die Prioritäten bei den Universitäten und den unterrichtenden Dozenten höchst unterschiedlich sind, so gibt es doch immer wieder Parallelen und nützliche Tipps, die -sofern korrekt angewendet- sich als äußerst sinnvoll und hilfreich erweisen.
Generell gilt, dass es von Vorteil ist, wenn sich der Student für das zu behandelnde Thema selbst zumindest ein wenig begeistern kann. Langeweile beim Verfassen ist der Tod einer jeden Hausarbeit!
Daher gilt der Grundsatz, mit ein wenig Elan an die Sache heranzugehen und auch den ein oder anderen Blick über den Tellerrand zu wagen. Damit ist vor allem gemeint, sich bei Recherchen nicht nur auf das Internet zu verlassen, sondern auch Bibliotheken (gegebenenfalls auch die Option der Fernleihe) mit einzubeziehen.
Die Generation "google" muss immer wieder zugeben, dass es verblüffend ist, wie aufschlussreich Fachliteratur und Bücher sind, wenn man sich nur die Mühe macht, diese zu lesen. Old- school ist nicht immer der schlechteste Weg, auch wenn der heimische Schreibtisch droht, langsam aber sicher unter der Last der Wälzer durchzubrechen.
Auch wenn die meisten Dozenten den meisten Wert auf den Inhalt der jeweiligen Hausarbeit legen, gilt auch hier das Motto, dass das Auge mitisst. Einheitliche Form, keine Rechtschreibfehler und eine schöne Schreibe beeinflussen das Gemüt des Lesers und wirken sich durchaus positiv auf die Abschlussnote aus.

Als letztes noch der ultimative Geheimtipp: Gegen Schreib- und Denkblockaden hilft eine Portion frische Luft!

Montag, 6. Februar 2016 Tags: , 0 Kommentare

Praktikum - sinnvoll oder billige Arbeitskraft?

Viele Studiengänge erfordern das Absolvieren eines oder mehrerer Praktika. Jedoch auch ohne die explizite Aufforderung in der aktuellen Studienordnung kann es durchaus sinnvoll sein, für eine Zeitlang die Schulbank zu verlassen und stattdessen ein wenig Berufsluft zu schnuppern.
Woran erkennen die jeweiligen Bewerber jedoch ein kompetentes Unternehmen, welches die Studenten nachweislich weiter bringt und ihnen hilft, die Weichen für das spätere Leben und die damit verbundene Karriere zu stellen?

Generell muss hier klar gesagt werden, dass die Unternehmen, die ihre Praktikanten für ihre Tätigkeit entlohnen sehr rar sind. Das höchste der Gefühle besteht meist in der Übernahme von etwaigen Fahrtkosten. Es ist daher in jedem Falle sinnvoll, nicht mit dem Gedanken, bei einer Praktikumsdauer von vier Wochen das große Geld zu verdienen, loszuziehen.
Realistisch betrachtet dient das Praktikum mehr den Studenten als dem Unternehmen, welches im Idealfall versucht, Einblicke in sämtliche Bereiche der Arbeitswelt zu geben.

Stutzig werden sollten Bewerber in jedem Fall, falls sich herausstellt, dass unverhältnismäßig viele Plätze zur gleichen Zeit vergeben werden. Hier werden die Praktikanten wirklich meist nur als günstige Arbeitskräfte gesehen und eine individuelle Betreuung bleibt aufgrund der hohen Anzahl auf der Strecke.

Ein Praktikum unter vier Wochen wird von den wenigsten Firmen angeboten und macht -genauer betrachtet- relativ wenig Sinn. Speziell große Firmen bieten die Möglichkeit, sich ein Bild von der Arbeit in vielen Abteilungen zu machen. Hierfür braucht es Zeit und vor allem Aufgeschlossenheit, sich mit neuen Aufgaben vertraut zu machen, auch wenn diese auf den ersten Blick uninteressant erscheinen mögen.
Die meisten Firmen nehmen viel Rücksicht auf die persönlichen Interessen ihrer Praktikanten, was zur Folge hat, dass der ursprünglich festgelegte Verlaufsplan individuell angepasst werden kann.

Auf der Suche nach dem perfekten Praktikumsplatz werden die meisten Interessenten über das Internet und die einschlägigen Plattformen fündig. Diese vermitteln - wider vielen Vorurteilen- nicht ausschließlich Festanstellungen, sondern sind zu einer der ersten Anlaufstellen für Studenten geworden, die einen Blick über den berühmten Tellerrand wagen möchten.

Ob es sich nun lohnt, ein längeres oder mehrere kurze Praktika zu absolvieren, liegt letzten Endes natürlich an der persönlichen Einstellung des Bewerbers.
Allgemein kann jedoch gesagt werden, dass es -auch im Hinblick auf eine spätere berufliche Bewerbung- sinnvoll ist, sich in vielerlei Bereichen bewährt zu haben. Personalchefs schätzen Mitarbeiter, die sich bereits in der Vergangenheit ein eingehendes Bild bezüglich ihrer angestrebten Tätigkeiten machen konnten.