Dienstag, 10. Januar 2016 Tags: 0 Kommentare

Studieren mit Kind- so klappt's!


Was in früheren Zeiten noch vollkommen utopisch erschien, ist heute zum Alltag an Universitäten geworden. Immer mehr Studenten- Mamas und -Papas bahnen sich den Weg mit dem Kinderwagen über den jeweiligen Campus und bringen ihren Nachwuchs zur Betreuung in den Kindergarten.

Die Bildungseinrichtungen und nicht zuletzt die Jugendämter in Deutschland weisen sich durch eine gesteigerte Freundlichkeit gegenüber jungen Familien aus und greifen denen unter die Arme, die trotz eventuell früher und vielleicht auch zunächst ungeplanter Familiengründung Zeit in ihre Bildung investieren möchten.

Doch welche Möglichkeiten der Betreuung gibt es und welche Variante ist für wen geeignet?

Version 1: Die Betreuung in der Familie

Vor allem junge Eltern tun sich sichtlich schwer damit, mit der Betreuung ihrer Liebsten eine dritte Person zu beauftragen. Oma und Opa die in derselben Stadt wohnen bieten so eine bequeme und vor allem kostengünstige Alternative. Sofern sich diese bereits in Rente befinden, ist häufig eine zeitliche Flexibilität gegeben, die in öffentlichen Einrichtungen nur selten gegeben ist.

Version 2: Die Tagesmutter/ der Tagesvater

Immer mehr Menschen, darunter viele ehemalige Kindergärtner/ innen entscheiden sich nach der Elternzeit dazu, nicht wieder in den vorherigen Beruf einzusteigen und stattdessen das täglich Brot mit der Betreuung anderer Kinder zu verdienen. Die Betreuer/ innen werden in den meisten Fällen über das örtliche Jugendamt vermittelt, sind geschult und unterscheiden sich bezüglich der Beiträge nicht von den städtischen Kita- Einrichtungen.
Das familiäre Umfeld und die überaus persönliche Betreuung (maximale Kinderzahl pro Tagesmutter ist auf fünf begrenzt) sind klare Argumente für diese Version. Der einzige Nachteil besteht darin, dass, wenn die Betreuungsperson krank ist, auch die Betreuung an diesem Tag auf der Strecke bleibt und ein Elternteil entweder von der Uni oder vom Büro zu hause bleiben muss.

Version 3: Der Kindergarten

Das Krankheitsproblem besteht bei der Anmeldung im Kindergarten nicht. Hier arbeiten -auch beim Ausfall einer Mitarbeiterin- genügend Kollegen, die für die Betreuung der Gruppe zuständig sind. Aufgrund der größeren Gruppen fällt es jedoch vielen Eltern schwer, ihre Kleinen schon ab dem Alter von beispielsweise sechs Wochen abzugeben.

Generell gilt, dass, sofern Bedarf an einem Betreuungsplatz besteht, dieser schon frühzeitig angemeldet werden sollte. Die Kindergärten an Unis und im Rahmen städtischer Einrichtungen und die Plätze bei Tagesmüttern sind sehr beschränkt. Ein Ausweichen auf private Tagesstätten ist für Studenten leider meist aufgrund des finanziellen Aufwandes nicht möglich. Während sich städtische Häuser nämlich an dem Einkommen der Eltern orientieren, wenn es um die zu entrichtenden Beiträge geht, setzen private Einrichtungen die Beiträge selbstständig und nach eigener Einschätzung der Leistung fest.

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