Dienstag, 27. Dezember 2015 Tags: , 0 Kommentare

Was essen wir heute? - Alltag an deutschen Unis

Während viele Schüler noch von der morgendlichen Frage, welche kulinarischen Köstlichkeiten mit in die Schule genommen werden sollen, weitestgehend verschont bleiben, da diese nicht selten durch die strikten Vorgaben der Eltern entschieden werden, sieht die Sachlage der Studenten an Deutschlands Universitäten schon ein wenig anders aus.

Generell gibt es drei Variationen zur Versorgung mit Lebensmitteln, die sich im Wesentlichen durch die Qualität und auch in einem hohen Maße durch den Preis unterscheiden.

Der Klassiker- das Pausenbrot

Was auf dem Schulhof der höheren Klassen noch allgemein als uncool und "nicht gern gesehen" galt, hat es geschafft, sich auf dem Campus zur Regel zu entwickeln.
Viele Studenten haben erkannt, dass es äußerst kostenaufwendig sein kann, jeden Tag sein sauer erspartes und hart verdientes Geld den örtlichen Fast- Food- Ketten zukommen zu lassen.
Ab einem gewissen Alter tragen die meisten Studenten die Kosten für den Einkauf der Nahrungsmittel selbst, was oft ein Umdenken zur Folge hat und dazu antreibt, die kostengünstige Version des morgendlichen Brötchen- selber- Schmierens in der Küche zu wählen.

Das Luxusleben- ich gönn mir was

Nahezu jeder kennt die Situation: Nach einer Vorlesung und vom Heißhunger angetrieben locken Fast- Food- Ketten, die sich - wie durch Zufall- genau auf dem Weg zum nächsten Hörsaal oder an der nahe gelegenen Bushaltestelle befinden, ihre Kunden.
Nachteil ist hier klar der hohe Kostenfaktor, der sich nicht selten am Monatsende mit Blick auf die leere Haushaltskasse widerspiegelt.
Des Weiteren sind die hier angebotenen Mahlzeiten meist sehr fetthaltig, was zum berühmten "Schnitzel- Loch" oder auch "Mittags- Tief" führt.

Der Kompromiss- die Mensa

Die Mensa hat sich innerhalb der letzten Jahre zur beliebtesten Anlaufstelle für Studenten aller Semester entwickelt. Die Betreiber scheinen das Verlangen nach gutem Essen zu verstehen, was nicht selten im Kontrast zu einem relativ leeren Geldbeutel der Kunden steht.
Meist herrscht hier eine durchweg hohe Qualität zum günstigen Preis. Das Angebot ist auf Studenten ausgerichtet, die den ganzen Tag in der Lehranstalt verbringen und sich daher über Frühstück, Mittag- und Abendessen freuen.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass -ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Selbstversorger, Restaurant- Besuch und Mensa vorausgesetzt- sich eine kostengünstige und trotzdem gesunde und leckere Ernährung nicht ausschließen. Der Genuss in Maßen sorgt dafür, dass der Geldbeutel geschont wird und hungrige Studenten trotzdem auf nichts verzichten müssen, was den kulinarischen Alltag angenehm macht.

Bild: birgitH - pixelio.de

Mittwoch, 14. Dezember 2015 Tags: 0 Kommentare

Tipps und News zum Studium


Die Studiengebühr steht auf der Kippe

Es wird immer noch angeregt über die Abschaffung der Studiengebühren in den Landtagen der Bundesländer diskutiert. Die Studenten in Nordrhein-Westfalen können bereits aufatmen. Mit Beginn des Wintersemesters 2015/2016 wurden die Studiengebühren dort abgeschafft. Auch weitere Bundesländer, wie Hamburg und Baden-Württemberg, planen die Abschaffung der bei Studenten so unbeliebten Studiengebühren. In Baden-Württemberg sollen diese mit dem Beginn des Sommersemesters 2016 und in Hamburg mit Beginn des Wintersemesters 2016/2017 abgeschafft werden. Lediglich in Niedersachsen und Bayern sind Studien ab dem ersten Semester dann noch kostenpflichtig.

Studium und Nebenjob

Studiengebühr hin oder her – jeder Student weiß, dass ein Studium sehr teuer ist. Viele Studenten sind daher auf einen Nebenjob angewiesen, um sich ihr Studium überhaupt finanzieren zu können. Wer auf der Suche nach einem Nebenjob beziehungsweise Studentenjob ist, sollte aber genau darauf achten, dass der eigentliche Nebenjob nicht plötzlich zur Vollzeitstelle wird und das Studium nebenher läuft. Rein rechtlich dürfen Studenten, die einen Studentenjob angenommen haben, nicht mehr als 20 Stunden die Woche oder 26 Wochen im Jahr arbeiten. Andernfalls läuft der Student Gefahr, sein Studium nicht in der Regelzeit absolvieren zu können. Des Weiteren gilt auch für Studentenjobs die Lohngleichheit. Dies bedeutet, dass einem der Arbeitgeber auch als Student den gleichen Lohn zahlen muss, wie er anderen Arbeitnehmern zahlt, die die gleiche Arbeit verrichten. Wer eine Zusage auf eine Bewerbung bekommt, freut sich natürlich erst einmal riesig. Doch trotz der großen Freude sollte man keinen Arbeitsvertrag unterschreiben, bevor man diesen inklusive des Kleingedruckten gründlich gelesen hat. Floskeln wie 'Urlaubs- und Krankengeld ist im Lohn enthalten' tauchen in Verträgen für Studentenjob sehr häufig auf. Diese sind allerdings nicht rechtens und daher unwirksam. Viele Unternehmen suchen Studenten für Tätigkeiten, die in „freier Mitarbeit“ ausgeübt werden. Spielt man mit dem Gedanken, eine solche Anstellung anzunehmen, sollte man sich im Vorfeld genau mit dem Thema „Scheinselbstständigkeit“ auseinandersetzen, um nicht in eine Steuerfalle zu tappen.

Das Studium von der Steuer absetzen

Wie jeder Student weiß, ist ein Studium eine sehr kostspielige Angelegenheit, die sich kaum jemand ohne einen Nebenjob oder die Unterstützung der Eltern leisten könnte. Dabei wissen nur die wenigsten Studenten, dass man sein Studium zumindest teilweise von der Steuer absetzen kann. Kommen die Eltern allerdings für das Studium auf, funktioniert dies nicht. Auch die Eltern können diese Ausgaben dann nicht in der Steuererklärung geltend machen, da sie sich nicht in der Ausbildung befinden, die sie finanzieren. Doch wer selbst finanziell für sein Studium aufkommt, kann das Studium als „Sonderausgabe“ deklarieren. So können allerdings maximal 4000 Euro im Jahr geltend gemacht werden und das eigene Einkommen darf nicht mehr als 7.664 Euro betragen. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Bild: Uschi Dreiucker - pixelio.de